red grobi

mein archivglück ist diesmal nicht besonders ausgeprägt. die vom teachers college wollen mich nicht zu den akten lassen. mein glück im unglück: es gibt den bestand digital gegen eine gebühr von 75 dollar mit zugriff für einen monat. wenn die mir mal auf meine emails geantwortet hätten, hätte ich mir den trip sparen können. andererseits: hey, eine woche new york city! gibt natürlich schlimmeres. und so treibe ich mich hier rum, flaniere. es gibt an einer der unis hier einen prof, der ein seminar im flanieren anbietet und mit seinen studis den ganzen tag durch die gegend geht. das mach ich jetzt auch. und setze mich hie und da zum schreiben in einen coffeeshop.

bilder von der gegend hier:

und vom gestrigen gang durch den highline park und garment district

soundtrack: keren ann – I‘m not going anywhere

citeee!

so, new york city also.
wieder einmal fühle ich mich wie gerade aufgewacht. seit gestern bin ich nun hier. ich bewohne ein sehr kleines zimmer im 2. stock eines appartmentblocks direkt an der 125sten straße in harlem (vor ein paar jahren war ich schon einmal hier, habe ich mich jetzt erinnert), nämlich hier: link zu google maps (bei dem google street view bild: mein hauseingang ist direkt neben der wellcare pharmacy).
die wohnung ist voll ok und meine airbnb-gastgeberin patricia auch (etwas wortkarg vielleicht, aber angenehm). dann wohnt noch eine dritte hier, die seit einigen monaten in nyc arbeitet und jetzt erstmal viertel ausprobiert. das zimmer besteht nur aus einem bett und einem schrank und ist übersät mit sinnsprüchen. direkt vor meinm bett hängt: „gratitude turns what we have into enough“. hihi. man soll wohl mit dem kleinen zimmer zufrieden sein:)

die anreise gestern war ganz schön stressig nach den langweiligen wochen in kc. gleich morgens geriet ich in einen ziemlichen hustle, weil ich meinen supershuttle (so eine art sammeltaxi) für 7:00 PM statt AM bestellt hatte (echter Anfänger_innenfehler). nachdem ich also morgens 40 minuten umsonst vor dem haus gewartet und das dann in einem telefonat mit denen erfahren habe, musste ich mich ganz schön beeilen, um noch rechtzeitig zum flughafen zu kommen. habe dann in der not ein „uber“ gerufen – und das hat wunderbar geklappt.
hier in nyc angekommen war es dann einfach erstmal voll und laut und schnell. aber damit kann ich ja auch ganz gut.

heute bin ich erstmal ein bisschen in der gegend rumgelatscht, habe den ersten coffeeshop ausprobiert (ich muss sehr viel schreiben diese woche!) und mir eine warme jacke gekauft (es wird gerade ziemlich kalt). und ich hatte endlich mal wieder energie für einen längeren run entlang dem hudson river. fotos kommen morgen, ich bin gerade zu faul, die hochzuladen und interessiere mich mehr für das stück cheesecake, das ich mir vorhin gekauft habe.

soundtrack:
joe strummer – burnin‘ streets

done the deed

endspurt in kc

ich bin fertig mit dem archiv hier! juhu! endlich raus aus dem kalten lesesaal!
die letzten tage habe ich nochmal einen neuen bestand angesehen, vom bureau of home economics, aus den frühen 1920ern bis in die 1930er. da war alles voller vitamine, auch kalorien, aber hauptsächlich vitamine. die kalorie hatte wohl einen anderen ort des durchbruchs…

morgen mache ich einen roadtrip mit chris nach omaha, weil es nicht weit weg ist und ich schon immer mal da hin wollte. früher habe ich ja ganz viel bright eyes gehört und andere bands des labels saddle creek – das kommt daher. dann hab ich mir immer so vorgestellt, wie die da musik machen, immerzu traurig und in kornfeldern, haha.
ich werde mir wohl ein tshirt kaufen.

downtown

soundtrack: petula clark – downtown